AEWO - Alles ein wenig ordentlich
22. Januar 2016, 17:36
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Strategien für Puzzles

Puzzle fertig

Ich puzzle sehr gerne, da ich es als entspannend empfinde, Dinge zu sortieren und wenn am Ende alles ordentlich passt. Außerdem können dabei schön die Gedanken fließen und man bekommt neue Ideen für das Leben. Meistens habe ich Puzzle mit 1000 Teilen, manchmal aber auch 2000 oder 3000. Sollte ich einmal ganz viel Platz und ein unbenutztes Zimmer haben, würde ich auch als langfristiges Projekt ein Puzzle mit > 10000 Teile machen, allerdings denke ich nicht dass ich dereinst so platzdekadent sein werde. In diesem Beitrag möchte ich in erster Linie beschreiben, wie ich beim Puzzlen vorgehe und das als Tipps weitergeben. Vieles davon wird sicher logisch und klar sein, aber vielleicht bekommt ja doch jemand noch eine Inspiration, an die noch nicht gedacht wurde.

Bezug von Puzzles

Es gibt verschiedene Quellen für Puzzles. In vielen Einzelhandelsgeschäften gibt es eine große Auswahl. Ebenso online, ich persönlich nutze gerne puzzle.de. Des weiteren könnte man bei ebay gebrauchte Puzzle für weniger Geld erwerben, hier hat man allerdings immer noch ein wenig erhöhtes Risiko dabei, dass am Ende Teile fehlen, im Vergleich zur Neuware. In die gleiche Richtung geht die Möglichkeit, Puzzle zu tauschen oder von Freunden oder Familie Ausgediente zu bekommen. Speziell über die Möglichkeit des Puzzle-Tausches möchte ich mich in Zukunft nochmal informieren, weil ich ein Puzzle im Normalfall nur einmal mache und es dann rumliegt. Ich könnte diese dann einrahmen und aufhängen (was mir aber nicht so zusagt) oder sie selbst wieder bei z.B. ebay verkaufen, aber ein Tausch würde sich auch charmant anfühlen. Eine letzte Möglichkeit die mir einfällt ist Aktionsware. So hatte mein Aldi schon öfters mal 1000er Puzzle für kleines Geld im Wühltisch und ein paar Mal hat mir das Motiv gefallen und es mich so zu einem Spontankauf verführt.

Planung ist wichtig

Ein großes Puzzle kann durchaus mal Wochen oder gar Monate ausliegen, wenn man wie ich gerne immer mal nebenher puzzelt und es nicht am Stück abreißt. In dem Sinne ist es sehr sinnvoll sich anfangs Gedanken darum zu machen, wo man puzzelt. Schließlich ist es am Ende ärgerlich, wenn man den Platz dann doch wieder braucht und es nicht zuende gebracht hat. Am besten wäre ein nicht genutzter Tisch im Wohnzimmer (damit man nebenher auch Gesellschaft, Radio oder TV haben kann), möglichst nahe am Fenster (man kann bei Tageslicht einfach viel besser Teile identifizieren). Der Tisch sollte bestenfalls nicht genauso groß sein wie das Puzzle sondern noch mindestens 50% größer, damit man vorsortierte Teile ebenfalls ablegen kann. Bei meinem aktuellen 2000er Puzzle habe ich mich für eine freie Stelle auf dem Boden entschieden, da ich nicht so lange auf meinen Tisch verzichten konnte. Es ist zwar nicht optimal, da leicht im Weg, aber es geht. Diese Option hat man allerdings nur mit einem glatten Bodenbelag wie Laminat. Und man braucht einen guten Rücken, da man sich hier mehr beugen muss als an einem Tisch.

Wo anfangen

Ich fange immer, vermutlich wie die meisten Menschen, mit dem Rahmen an, da man diese Teile sehr gut aus dem noch großen Teileberg heraussuchen kann und danach auch schonmal die Maße des Puzzles auf dem Tisch abgesteckt hat.
Danach steht die Frage, ob man vorsortiert oder herauspickt.
Vorsortieren mache ich, wenn das Puzzle eher homogene Flächen hat, wie Himmel, Wiese, viele ähnliche Strukturen. Dann gehe ich meinen Teileberg durch und sortiere nach Typ (Himmel, Wiese, Gebüsch, Felsen, Gebäudeteile, Haut usw.). Der Typ muss sich nicht zwingend auf die Farbe beschränken sondern nach einzeln identifizierbaren Teilen des Motivs. Danach fange ich dann mit dem kleinsten Haufen an und verpuzzle den Anhand des Motivs.
Herauspicken meint, dass man gar nicht groß vorsortiert sondern fröhlich im Teilehaufen wühlt, sich ein paar Teile herauspickt und dann anhand vom Motiv heraussucht, wo sich das befindet und es dort in etwa ablegt. Diese Methode braucht zwar meist länger, kann aber bei bestimmten Motiven mehr Spass machen. Aktuell habe ich ein Puzzle mit einer bunten Weltkarte (siehe die Bilder), da macht es durchaus Spass Teile direkt zu suchen, und damit vielleicht auch das Geographiewissen zu testen und zu festigen. Denkbar sind auch Puzzle die eher Wimmelbildern gleichen mit ganz vielen verschiedenen Figuren.

Puzzle nur Rahmen

Wie bei Flächen vorgehen

Einfarbige oder andersweitig monotone Flächen sind eine besondere Herausforderung beim Puzzlen, bedürfen sie doch etwas mehr Geduld und bringen auch nicht so viel Ekstase. Mein Vorgehen hier ist das Folgende:
Wie beschrieben habe ich schon vorher Häufchen sortiert, d.h. ich habe z.B. ein Häufchen für blauen Himmel, eins für Wolken etc. Dies geschieht nicht bis in die kleineste Schattierung, im Blaue-Himmel-Haufen liegen also auch mal hellere oder dunklere Teile. Nun nehme ich den Blau-Haufen und sortiere diesen in Unterhaufen nach der Anordnung der „Nippel“. Der größte Haufen wird dann meistens der mit Nippel-Loch-Nippel-Loch.

Nun schaue ich im bisher gepuzzelten Bild wo für das Himmelblau Lücken sind, die schon 2 oder gar 3 Nachbarteile liegen haben. Damit kann ich schon manche von den vorsortieren Haufen ausschließen, weil sie von der Nippelstruktur her nicht passen. Bei den potentiell passenden heißt es nun einfach durchprobieren. Am Anfang dauert dieses vorgehen natürlich eine Weile, da auch die Unterhaufen noch recht groß sind, aber zum einen muss man nicht jedes Teil direkt anlegen, weil man schon sieht dass z.B. die Schattierung zu dunkel ist oder die Nippel zu klein und zum anderen geht es dann mit jedem gefundenen Teil schneller.

Irgendwann kommt man aber zu dem Punkt, an dem man keine mindestens zwei Nachbarflächen mehr hat. An der Stelle habe ich leider keinen tollen Tipp. Ich schaue meistens, ob ich irgendwo eine besonders markante Lücke oder Nippel sehe und schaue dann bei den verbliebenen Teilen, ob da was passen könnte. Oder ich probiere einfach weiter unmotiviert alle Teile durch. Irgendwann hat man dann auch den unerträglichsten strahlend blauen Himmel geschafft.

Puzzle 25 Prozent

 

Puzzle 50 Prozent